Presse

Volkskrankheit Übergewicht - Schwerwiegend

01.04.2009, Von Andrea Micke (Text) und Ulla Emig (Foto)
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Die Katholischen Kliniken bieten das gesamte Spektrum der Adipositas-Chirurgie und Hilfsangebote.

Der Body-Mass-Index (BMI) ist in diesem Fall das Maß aller Dinge. In der Broschüre „Wissenwertes über die Adipositas-Chirurgie” leuchten gefährlich-signalrot die Felder in den Gewichtssphären, in denen ein Mensch als „krankhaft fettleibig” gilt – nämlich ab einem BMI von 40. Wer bei einer Größe von 1,73 m 120 Kilo auf die Waage bringt, ist mit einem BMI von 40,1 gewissermaßen Mitglied im Club der krankhaft Dicken. Und nein, er steht damit weiß Gott nicht allein auf weiter Flur.

„In Zukunft wird ein Viertel der Menschen adipös sein”, sagt Franz-Josef Schumacher, Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Katholischen Kliniken Oberhausen. Wobei noch unterschieden wird: Ein BMI von 25 bis 29,9 bezeichnet Übergewicht, bei 30 bis 34,9 ist man fettleibig (Adipositas Grad I), bei 35 bis 39,9 stark fettleibig (Adipositas Grad II) und bei einem BMI über 40 liegt dann Adipositas Grad III vor.

Für die immer größer werdende Zahl der fettleibigen Menschen – und Fettleibigkeit ist eine anerkannte Krankheit – bieten die Katholischen Kliniken das gesamte Spektrum der Adipositaschirurgie und darüber hinaus noch viele zusätzliche Hilfsangebote an. Schumacher listet die drei Operations-Verfahren auf: das verstellbare Magenband, eine Magenverkleinerung, die Sleeve Resection, bei der 90 Prozent des Magens entfernt werden oder eine Magenverkleinerung, bei der ein Großteil des Magens aus der Passage ausgeschaltet wird. Alle drei Operationsarten werden minimal-invasiv, also quasi per Schlüsselloch-Methode durchgeführt. Mittlerweile zahlen die Krankenkassen die Operationen auch, „weil die Folgen der Krankheit teurer sind als eine Therapie”, erklärt der Arzt.

Die Therapieangebote in den Katholischen Kliniken sind umfassend. Patienten können sich zunächst zu einer Sprechstunde mit Oberarzt Joachim Kropff anmelden ( 83 72 00), die immer dienstags und donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr angeboten wird. Im Verlauf dieser Gespräche stellt der Arzt fest, ob aus chirurgischer Sicht eine Indikation vorliegt und welche Operations-Methode sich für den betreffenden Patienten eignet.

„Viele Patienten haben einen BMI weit über 40”, macht Kropff deutlich. Gefährlich sei nicht nur das Übergewicht, gravierend seien auch begleitende Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck.

Die Operationsmethoden seien erfolgreich. Schumacher: „Beim Magenband hat man über Jahre viele Erfolge verzeichnet. Es wirkt in den meisten Fällen.” Der Arzt erzählt von einem Patienten, der an diesem Tag noch operiert wird, weil er 185 Kilo auf die Waage bringt. Bei ihm wird der Magen verkleinert. Der Mann habe gute Chancen, innerhalb von fünf Jahren sein Gewicht um 50 Prozent auf rund 90 Kilo zu reduzieren.

Die Katholischen Kliniken, die sich als anerkanntes Adipositas-Zentrum etablieren wollen, bieten den Patienten auch nach den chirurgischen Eingriffen eine umfassende Betreuung an. Dazu gehören auch die Zusammenarbeit mit den Hausärzten oder Selbsthilfegruppen. Und in den Kliniken mit Abteilungen wie Schlaflabor, Psychiatrie, Orthopädie oder plastischer Chirurgie – wenn zum Beispiel jemand abgenommen hat und etwas gegen seinen faltigen Bauch tun möchte.

Natürlich gibt es auch eine Ernährungsberatung, denn gerade weil die Menschen nach den Operationen nur noch kleine Mengen essen können, müssen sie sich gesund ernähren.

Ruhrwort - 2009-03-28

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Operatives Zentrum am St. Marien-Hospital

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29.10.2004 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN

WAZ


Erst die Fusion mit dem Josef-Hospital ermöglicht die Umsetzung des Landesbettenplanes

Am Marien-Hospital Osterfeld wurde im neuen Landesbettenplan ein Operatives Zentrum mit 165 Betten ausgewiesen. Erst die Fusion mit dem St. Josef-Hospital zu den Kath. Kliniken gGmbH ermöglichte dies. Seit dem 1. Oktober wurden die chirurgischen Kliniken umstrukturiert. Die einzelnen Kliniken wurden dementsprechend umbenannt.

Chefarzt Dr. Hans-Peter Jüsten leitet die Klink für Orthopädie und Unfallchirurgie. Die chirurgische Klinik unter Leitung des Chefarztes Dr. Franz-Josef Schumacher wurde in die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Koloproktologie, MIC-Zentrum, umbenannt.

Neben Chefarzt Schumacher haben Oberärztin Dr. Lueg-Hoffmann und ein weiterer Facharzt die Scherpunktbezeichnung Viszeralchirurgie erworben. Damit ist u. a. die Ausbildung junger Chirurgen zum Viszeralchirurgen gewährleistet. Die Viszeralchirurgie umfasst die Diagnostik und operative Behandlung der inneren Organe.

Immer seltener ist bei Erkrankung ein großer Schnitt erforderlich. Durch die "Schlüssellochtechnik" können heute viele Operationen schonend minimal-invasiv durchgeführt werden. Hier liegt eine besondere Spezialisierung des Ärzteteams. Chronisches Sodbrennen, Gallenblasenerkrankungen, Leistenbrüche, Entzündungen des Blinddarms und Darmoperationen werden in großer Zahl minimal-invasiv operiert.

"Es macht mich sehr stolz, dass wir im 'Klinik-Führer Ruhrgebiet' als einer der besten Kliniken in unserer Region abgeschnitten haben", sagt Schumacher. In einer Befragung würdigten Patienten das Verhältnis zu den Ärzten und stellten dem Pflegepersonal beste Noten aus.


"Lebertag" war gut besucht

07.10.2004 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN

NRZ

Der "Oberhausener Lebertag" bei "Medikon" fand mit mehr als 250 Gästen ein auch für die Organisatoren unerwartet großes Interesse, sodass viele Zuhörer nur noch auf Treppenstufen Platz fanden. Das Seminar wurde organisiert von der Patientenorganisation Deutsche Leberhilfe, dem Kompetenznetz Hepatitis und den Katholischen Kliniken Oberhausen.

Unter Leitung von Prof. Dr. Claus Niederau (Innere Medizin der Katholischen Kliniken, St. Josef-Hospital) berichteten Experten über ein breites Spektrum von Lebererkrankungen.

Mitarbeiter der Katholischen Kliniken informierten über Hepatitis B und C, über Fettleber sowie über autoimmune und genetische Lebererkrankungen. Über die deutlich verbesserten Möglichkeiten der operativen Therapie von Lebertumoren sprach Dr. Schumacher, Chirurg im Marien-Hospital.

Häufig viel zu wenig Beachtung finden die seelischen Probleme von Patienten mit chronischen Lebererkrankungen. Das Referat des Psychiaters Dr. Hulvershorn vom St. Josef-Hospital war für die Betroffenen deshalb besonders wichtig und fand sehr großes nachhaltiges Interesse.

 

Heilung durch Früherkennung

06.10.2004 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN

WAZ

GESUNDHEIT / Am kommenden Montag, 11. Oktober, startet die "Europäische Woche gegen den Krebs". An verschiedenen Orten referieren Chefärzte über unterschiedliche Arten der Erkrankung.

"Ihr Auto geht regelmäßig zum TÜV. Und Sie?" So steht's auf einem Infoblatt, das für Darmkrebsfrüherkennung wirbt. Diese und andere Krebserkrankungen stehen im Mittelpunkt der "Europäischen Woche gegen den Krebs", die ab Montag, 11. Oktober, auch in Oberhausen startet. Getragen werden die Informationstage unter anderem von den Mitgliedern der Gesundheitskonferenz, den Verbänden der Wohlfahrtspflege und dem Onkologischen Arbeitskreis. Motto: "Früherkennung = 100%". Gesundheitsdezernent Apostolos Tsalastras stellte gestern mit Chefärzten das Programm vor.

Krebs ist ein Massenphänomen

"Krebs ist zu einem Massenphänomen geworden", weiß Apostolos Tsalastras. Nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei Krebs die zweithäufigste Todesursache. Das Ziel der Kampagne sei: "Abbau von Informationsdefiziten, Steigerung der Beteiligung an Früherkennungsprogrammen, Stärkung der Selbsthilfe und die Schaffung von Angeboten zur Schulung von Selbstuntersuchung."

Zum Auftakt wird am Montag, 11. Oktober, ab 19 Uhr Walter Machtemes im Ebertbad zum Thema "Wenn die Seele Hilfe braucht" referieren. Dazu eingeladen sind Experten, aber auch Interessierte.

Der Dienstag, 12. Oktober, steht im Zeichen der Gesundheitsaktion gegen den Darmkrebs. Dr. Franz-Josef Schumacher von den Katholischen Kliniken Oberhausen wird dazu ab 19 Uhr im Gesundheitszentrum Medikon, Max-Planck-Ring 66a, sprechen. Ebenso ist dann die Früherkennung von Brustkrebs ein Thema; das aber im Katholischen Stadthaus an der Elsa-Brändström-Straße, ab 19.30 Uhr. Dazu ist eine Anmeldung erforderlich.

Auch am Mittwoch, 13. Oktober, steht zum einen das so genannte "Mammakarzinom" im Medikon (ab 19 Uhr) im Mittelpunkt. Aber auch der Prostatakrebs wird besprochen (Ebertbad ab 18 Uhr). Um Diagnostik und Therapie von Bronchialkarzinomen geht's in einem Vortrag, der am Donnerstag, 14. Oktober, ab 18 Uhr ebenfalls im Ebertbad gehalten wird.

Zum Abschluss wird am Freitag, 15. Oktober, das breite Spektrum des Hautkrebses ab 10 Uhr im Elisabeth Krankenhaus thematisiert. Nach vorheriger Anmeldung (Tel: 85 08 81 10) ist eine Vorsorgeuntersuchung möglich.

KARIN DUBBERT


Telefonleitungen liefen auf Hochtouren

14.07.2003 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN

WAZ

Telefonleitungen liefen auf Hochtouren

Von Dennis Matthias
Telefon-Hotline war genau die richtige Bezeichnung für die Oberhausener Gesundheitsaktion gegen Darmkrebs; die Telefonleitungen liefen auf Hochtouren.

Am Freitag konnte jeder Interessent zwischen 14 und 17 Uhr den Rat von sechs Fachkräften in Anspruch nehmen. Fünf Internisten, Dr. Golsong, Dr. Kalina, Dr. Korte, Dr. Niederau und Dr. Zilly, und Dr. Schumacher, Facharzt für Chirurgie, stellten sich den Fragen der Anrufer. Und das Telefon schrillte unentwegt. Dennoch: Egal, ob
es sich um gezielte Fragen zum Thema oder Schilderungen von eigenen Problemen handelte, für jeden Anrufer nahmen sich die Ärzte viel Zeit.

Insgesamt wurden gut über 150 Anrufe entgegen genommen; von Vorbelasteten, Betroffenen mit allen möglichen Darmbeschwerden oder einfach nur am Thema Interessierten.


Darmspiegelung ist treffsicher

14.07.2003 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN

WAZ

Darmspiegelung ist treffsicher

Jeder ab 55 sollte Untersuchung zur Krebsvorsorge machen lassen

Die wohl am häufigsten bei der Telefon-Aktion rund ums Thema Darmkrebs gestellte Frage: "Wie kann man das Risiko mindern?"

Dabei spiele vor allem eine ausgewogene Ernährung eine Rolle, klärten die Experten auf. Übermäßig viel Fett und Kohlenhydrate sollten vermieden werden, beides muss aber nicht ganz aus dem Ernährungsplan verschwinden.

Bei vielen Betroffenen werde Darmkrebs zu spät entdeckt, so dass eine Operation nicht mehr vermieden werden könne. Eine Vorsorgeuntersuchung sei deshalb ratsam. Ab 50
Jahren kann ein Stuhl-Test durchgeführt werden. Dabei wird an drei Tagen eine Stuhlprobe entnommen, die auf verstecktes Blut untersucht wird. Die Wahrscheinlichkeit, so eine Darmkrebserkrankung festzustellen, liege bei dieser Methode aber nur bei 30 %.

Empfehlenswerter sei eine Vorsorgedarmspiegelung, die ab dem 55
Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen wird. Diese verschafft für zehn Jahre Sicherheit. Eine Darmspiegelung, die in der Regel bis zu 20 Minuten dauert, kann wahlweise bei vollem Bewusstsein oder unter Einwirkung einer Schlafspritze durchgeführt werden. Dabei wird mit einem Coloskop, an dem sich eine Kamera befindet, der Darmweg abgesucht. Werden Polypen entdeckt, wird je nach Größe der gesamte Polyp durch Drähte, die sich am Coloskop befinden, entfernt oder eine Probe entnommen. Stellt sich die Probe als bösartig heraus, liegt eine Krebserkrankung vor. "Die Wahrscheinlichkeit, eine Krebserkrankung durch Darmspiegelung festzustellen, liegt bei 99 %", so Prof. Niederau. Menschen, die durch Vererbung, chronische Darmwegserkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn ein erhöhtes Risiko haben, sollten sich vor dem
55. Lebensjahr untersuchen lassen.

Experten sprechen über Darmkrebs

09.07.2003 / LOKALAUSGABE / OBERHAUSEN

WAZ

Experten sprechen über Darmkrebs - Telefon-Hotline und Patienten-Seminar

Wer bekommt Darmkrebs? Welche Rolle spielt die Ernährung? Ab wann kann man zur Vorsorge gehen? Nur einige der Fragen, die niedergelassene Spezialisten sowie Krankenhausmediziner im Rahmen einer Oberhausener Gesundheitsaktion jetzt mit Unterstützung der WAZ beantworten wollen.

Experten stehen am Freitag, 11. Juli, von 14 bis 17 Uhr, unter der Telefon-Hotline 8991-2222 Rede und Antwort. Am Samstag, 12. Juli, sind Betroffene und Interessierte zum Arzt-Patienten-Seminar eingeladen. Mediziner berichten zwischen 10.30 und 13.30

Uhr bei Medikon, Max-Planck-Ring 66 a, unter anderem über die neuesten Therapieformen, stehen aber auch zu persönlichen Gesprächen zur Verfügung. Eine Anmeldung zum Seminar ist erforderlich ( 8991-5701). Die Teilnahme - einschließlich eines Imbisses - ist kostenlos.

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten. In Deutschland erkranken jedes Jahr 52 000 Menschen an Darmkrebs und 30 000 sterben daran. Die Erkrankung macht sich erst spät bemerkbar. Die Heilungschancen sind bei einer Früherkennung am besten. Vorstufen des Darmkrebses sind in über 90 Prozent der Fälle Polypen.

Diese werden in der Vorsorgedarmspiegelung erkannt und können bei der gleichen Untersuchung endoskopisch entfernt werden. Dadurch lässt sich die Umwandlung in Krebs vermeiden. Regelmäßige Kontrollen sind allerdings erforderlich.